Endlich wieder Sonne...

... wenn auch vorerst nur für zwei Tage.

Gestern war Tag 2 des überaus sonnigen und warmen Wetters, so dass ich am Nachmittag schnell noch die restlichen Pflanzen auspflanzte und mich über einen Teil des Unkrautes her machte. Leider sprießt letzteres wirklich deutlich zügiger, als das gepflanzte Grünzeug und die Blumenwiese. Aber noch denke ich nicht ans Aufgeben. Ich habe doch erst mit dem Gärtnern angefangen!

Ein paar Bilder habe ich diesmal auch machen können. Noch sieht man nicht viel und ich muss dazu sagen, dass bis jetzt nur ca. 1/4 des Gartens bepflanzt ist. Sicherlich werde ich nächsten Monat, wenn es dann hoffentlich kontinuierlich wärmer wird, noch einiges Aussäen. Aber das muss noch warten.

Da wir den Garten leider nicht umzäunen dürfen, habe ich als kleine Begrenzung ein paar Wildrosen gepflanzt. Noch sieht das recht spärlich aus. Ich hoffe aber, dass sie ihrem Ruf gerecht werden und bald mit dem Wuchern anfangen werden. Gut schaut es schon mal aus, dass sie einige grüne Blätter haben, obwohl ich sie nicht gerade zur Rosenpflanzzeit in die Erde gesteckt habe.


Auf dem Bild sieht man auch ganz deutlich, dass die Erde schon seit Ewigkeiten keinen Kompost gesehen hat. Obwohl die Erde noch sehr nass ist, hat sich oben eine richtige Kruste gebildet, die es mir beim Bearbeiten der Erde nicht gerade einfach macht. Die Erde um die Rosen herum werde ich erst nächste Woche in Angriff nehmen können. Beim Gemüse schaut's schon besser aus.

Hier noch die kleine Staudenecke. Man sieht, dass ich davon einiges schon seit längerem auf dem Balkon im Topf pflegte. Im Laden bekommt man idR nicht so große Pflanzen. Ganz vorne kommt schon langsam die Fackellilie, links wächst eine Rudbeckia, rechts davon Echinacea und hinten dazwschen ein neu gekauftes Tränendes Herz. Die kleinen Dinger dazwischen sind die vorgezogenen Lillien.


Ansonsten habe ich noch ein paar Taglilien und etliche Dahlien. Wenn ich die abgefressene Dahlie dazu zähle, sind es insgesamt 16. Weitere Stauden und sonstige Blühpflanzen sollen folgen, aber erst mit der Zeit. Es ist ja genug Platz da.

Mächtig viel Arbeit war für mich, den kleinen Hügel für die Himbeeren anzulegen. Erst mal einen ordentlichen Graben buddeln und dann die Gartenerde mit ca. 50% Kompost aufbessern. Und eben den Hügel anlegen, weil es Himbeeren nicht allzu nass mögen. Mein Mini-Himbeerbeet wird zwar keinen Schönheitspreis gewinnen und ist bestimmt nicht perfekt. Aber die Himbeeren blühen schon. Bin auf die Früchte gespannt.


Was ich bisher nur vom Namen her kannte sind Maibeeren. Der Strauch schaut schon mal ganz nett aus. Früchte wird es dieses Jahr leider nicht mehr geben. Hoffentlich nächstes Jahr... und dann hoffentlich bei besserem Wetter.


Zwei verschiedene weiße Johannisbeeren habe ich gepflanzt. Zum einen die Weiße Versailler und dann noch die Primus. Letztere hat schon im Topf ordentlich Früchte angesetzt. Bin gespannt, wie sie schmecken.






Mein Gemüsebeet ist noch lange nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Keine Zeit, um die Erde groß aufzubessern und der viele Regen war auch nicht gerade hilfreich. Manches schnell gepflanzt und nur provisorisch geplant. Nächstes Jahr muss es besser laufen.
Zwischen die Tomaten habe ich rotblättrigen Salat gepflanzt. Der Name dieser Sorte ist mir leider entfallen. Rotblättrig deswegen, weil dieser von Schnecken eher "übersehen" wird. Die stehen nun mal mehr auf grün. Die Tomaten wuchsen bisher geschützt auf dem Balkon besser, als derzeit im Garten, was ein wenig enttäuschend ist. Aber so ist das nun mal.



Für meine grünen Smoothies habe ich auch etwas Stangensellerie gepflanzt. Auf dem Bild schaut es ein wenig zu tief gepflanzt aus. Liegt aber nur an der Perspektive.


Auf den Bildern ist auch zu erkennen, dass wir noch einiges zu tun haben. Die Wege zwischen den Beeten sind einfach nur "platt" und der Platz, wo die Gartenhütte hin soll, schaut auch eher wie eine Matschgrube aus. Ich denke momentan daran, Trittplatten aus Beton selber zu machen. Gartenzeugs aus Beton selber zu machen scheint ja derzeit sehr in Mode zu sein. Für mich ist das eher eine Preisfrage. Ich muss mal durchrechnen, was günstiger ist. Was mir jedoch am Beton besonders gefällt ist, dass man sich da kreativ austoben kann.

Jetzt ist erst mal ein Kurzurlaub angesagt. Eigentlich haben wir keine Zeit dafür, aber irgendwie haben wir es bitter nötig. Der Umzug letztes Jahr war ziemlich heftig und wir sind noch lange nicht fertig. Ein kleiner Tapetenwechsel für neuen Schwung wird uns ganz gut tun und die nächsten Tage soll es sowieso wieder regnen. Zeit für Strick- und Stickzeug.

Kommentare

  1. Hallo Maria,

    ich finde du hast da echt schon ordentlich was geschafft! Es ist eben nicht so einfach spontan und so kurzfristig einen doch recht grossen Garten anzulegen. Im nächsten Winter hast du ja dann Zeit zu planen und dann bist du noch besser gerüstet. Die Tomaten wachsen auf meinem Balkon trotz geschützer Lage auch nicht so toll...es fehlt eben die Wärme. Sind deine Freiland? Man könnte sonst einen Unterstand bauen...jedenfalls finde ich du kannst schon ganz zufrieden sein...es wird doch!

    Liebe Grüße, Siggi

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    1. Hallo Siggi,

      vielen lieben Dank! Ich muss zugeben, ich bin derzeit doch ziemlich oft ratlos, wo ich denn was pflanzen soll. Ich würde gerne auch noch ein Staudenbeet anlegen, aber das kann ich mir derzeit gar nicht vorstellen, wie das am Besten ausschauen sollte. Bis zum Herbst bin ich hoffentlich schlauer ;-)

      LG
      Maria

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    2. Ach ja, die Tomaten sind Freiland und ich wollte sie eigentlich offen lassen. Das Klima soll ja a.K. wärmer und sonniger sein (den Gerüchten zufolge) und da wollte ich nicht zu viel Aufwand betreiben. Zumindest nicht im ersten Jahr. Ich bin momentan froh, wenn überhaupt was wächst ;-)

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  2. Hi Maria,
    du bist aber fleißig! Bei uns regnet es fast jeden Tag. Und die wenigen regenfreien Tage waren wir mit Stutzen und Schnittgut wegbringen beschäftigt. Da blieb dann keine Zeit mehr für irgendwelche Pflanzungen.
    Ich werde dieses Jahr vorgezogene Pflanzen beim Gärtner kaufen und dann in den Garten setzten.
    Außer evt. einen Kürbis (Patisson), da kann ich noch den Samen in die Erde stecken.
    Habe mir ein nettes Gartenbuch gekauft. "Mein Selbstversorger-Garten- Monat für Monat" von Wagner, Wendland, Liebreich. ISBN 978-3-8354-09225-5
    Was mir besonders gut gefallen hat, dass alle Arbeiten nach Monaten aufgeteilt sind. Also, was mache ich im Janur, März, im April, etc. Das ist sehr praktisch.
    Bin gespannt, wann ich in den Garten kann, ohne gleich die Hälfte der Erde an den Schuhen zu haben.
    Ich wünsche dir noch weiterhin viel Spaß beim "Wühlen"
    LG
    Moni

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    1. Hallo Moni,

      danke schön! :-)
      Vielen Dank auch für den Tipp mit dem Buch. Werde ich mir auf jeden Fall anschauen.
      Was das Stutzen und Schnittgut angeht, werde ich dieses Jahr noch verschont. Denn ich habe noch nichts zum Stutzen und Schneiden. Als wir den Garten bekamen, war es einfach nur eine Wildwiese. Dann wurden ca. 200qm gefräst, so dass wir plötzlich ein riesen Stück "Erde" hatten, das bepflanzt werden muss. Ob ich es jemals als einen idyllischen Garten hinbekomme, steht in den Sternen geschrieben. Es wird also ein spannendes Jahr und das Nächste bestimmt auch noch.
      Kannst es Dir gerne mal anschauen ;-)

      LG
      Maria

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  3. Hallo Maria,

    ich glaube beim Gärtnern braucht es am Anfang vor allem Geduld. Wenn die Natur dann mal angefangen hat zu wachsen, dann kommt man sehr schnell in den Genuss von Stutzen und Schneiden :-). Wahrscheinlich sogar schneller, als einem lieb ist, hihi.
    Zwecks "Gartenschau": Da kommen wir doch gerne vorbei ;-)

    LG
    Moni

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